Handlungsabläufe für den praktischen Teil
Im praktischen Teil der Kenntnisprüfung versorgen Sie zwei bis vier Pflegesituationen am Patientenbett, und die Prüfer:innen fragen nach Ihrem Vorgehen. Diese Checklisten zeigen die Schritte, die erwartet werden — mit der Begründung, die Sie nennen können sollten.
Inhalte KI-unterstützt erstellt, auf Basis öffentlicher Fachquellen (RKI, AWMF) – kann Fehler enthalten, im Zweifel gilt dein Lehrbuch
Vom Kennenlernen der Patientin bis zum Prüfungsgespräch: wie Sie eine Pflegesituation im praktischen Teil planen, durchführen, bewerten und begründen — rund um die Vorbehaltsaufgaben nach § 4 PflBG.
Einzelne Handlungsabläufe
Verbandswechsel an einer primär heilenden (aseptischen) Wunde in Non-Touch-Technik — einer der häufigsten Handlungsabläufe im praktischen Teil.
Subkutane Gabe von Insulin oder niedermolekularem Heparin — inklusive Prüfung nach der 6-R-Regel und sicherem Umgang mit der Kanüle.
Steriles Legen eines transurethralen Blasenverweilkatheters bei einer Frau — Indikation, aseptische Technik und geschlossenes Ableitungssystem.
Bedarfsgerechtes, steriles Absaugen bei liegender Trachealkanüle mit Sog- und Zeitbegrenzung — ein Atemwegsnotfall-Handgriff mit hohem Prüfungsgewicht.
Blutzucker aus der Fingerbeere messen, richtig interpretieren und handeln — kurz, aber in fast jeder Prüfungssituation mit Diabetes gefragt.
Orale Medikamente sicher richten, verabreichen und dokumentieren — die 6-R-Regel als Prüfgerüst und die häufigsten Fehlerquellen.
Blutdruck, Puls, Atmung, Sauerstoffsättigung, Temperatur und Bewusstsein korrekt messen — und vor allem richtig bewerten und weitergeben.
Die wichtigste Einzelmaßnahme gegen Übertragungen — wann, wie lange und mit welcher Technik, und wann zusätzlich Händewaschen nötig ist.
Prüfen, ob Strümpfe überhaupt angezogen werden dürfen, richtig ausmessen, faltenfrei anziehen und die Haut kontrollieren.
Sicherer, ressourcenorientierter Transfer — mit Blick auf Kreislauf, betroffene Seite, Sturzgefahr und den eigenen Rücken.
Sondenkost sicher verabreichen: Lagerung, Lagekontrolle, Spülen, Medikamentengabe und Pflege der Eintrittsstelle.
Sekret beobachten, Sog und Lage sichern, Austrittsstelle versorgen und Warnzeichen einer Nachblutung erkennen.
Intramuskuläre Injektion in den Gluteus medius nach der Methode von Hochstetter — sichere Lokalisation, Gegenanzeigen kennen und die Person danach beobachten.
Eine Infusion aseptisch richten, luftfrei anschließen, die Tropfgeschwindigkeit einstellen und die Person während der Laufzeit überwachen — inklusive Flaschen- und Systemwechsel.
Den peripheren Venenkatheter täglich auf Indikation und Komplikationen prüfen, den Verband aseptisch wechseln und den Katheter sicher entfernen.
Sauerstoff nach Anordnung und Zielsättigung geben, das passende System wählen, die Person überwachen und die Brandgefahr beherrschen — Kernhandlung bei COPD und Pneumonie.
Mundpflege bei Menschen, die sie nicht selbst übernehmen können — mit Inspektion, Prothesenpflege und gezielter Prophylaxe von Soor und Parotitis, besonders bei Nahrungskarenz, Sondenernährung und Schluckstörung.
Aktivierende Ganzkörperwäsche einer bettlägerigen Person — mit Hautbeobachtung von Kopf bis Fuß, Schutz der Intimsphäre und sauberer Trennung von Intim- und übrigem Körperbereich.
Druck entlasten statt nur umlagern: Risiko einschätzen, individuellen Bewegungsplan erstellen, 30°-Seitenlage und Mikrolagerung korrekt durchführen, Fersen frei lagern und Hilfsmittel gezielt einsetzen.
Verbandswechsel an der PEG-Eintrittsstelle, Mobilisieren der Sonde nach Hausstandard und sichere Gabe von Sondenkost und Medikamenten — mit den Warnzeichen einer Dislokation.
Absaugen von Sekret aus Mund und Rachen bzw. über die Nase bei Menschen, die nicht ausreichend abhusten können — mit Sogbegrenzung, Zeitlimit und Blick auf Aspiration und Kreislauf.
Ruhe-EKG mit zwölf Ableitungen anlegen: Patient:in vorbereiten, Extremitäten- und Brustwandelektroden richtig platzieren, Artefakte vermeiden und das Ergebnis sofort weitergeben.